Die Vitrine dient als Behälter für Gegenstände der Betrachtung und Kontemplation – ein Blick erscheint hier, dem »Werte« beigemessen werden. Dieser Blick wird durch eine Ideologie fokussiert, die eine ideale funktionale Einheit zwischen Objekt und Rahmen verspricht. Die Vitrine stellt eine Inversion dar: ein Ereignis, das seine Bestandteile von innen nach aussen kehrt, und die Spielregeln zum »Nullpunkt« des Behälters zurückspult, um so einen leeren Raum zu erzeugen, in dem sich die Bedingtheit des Verhältnisses von Objekt und Subjekt, von Darstellung und Rahmen in reine Sprache auflöst.
Wenn zuvor solide Umrisslinien die Präsentation von Werten absicherten, ist nun alles untrennbar miteinander verbunden. Neue Richtlinien formieren sich entlang der transgressiven Artikulation eines Ornaments, dessen Muster verschiedene methodische Bewegungen und zeitgenössische Erzählungen nachzeichnen. Das Ornament stellt »Beobachtung« selbst unter Beobachtung, und zeigt Information als eine Anordnung, die den Blick des privilegierten Betrachters nun bloss dem Verlauf eines Kabels folgen lässt: einer mysteriösen Passage durch Subjektivitäten im Augenblick ihrer Entfaltung und Verwandlung.































































